Kunst- und Landschaftsroute

Eine abwechslungsreiche Radtour, sicher was die Natur betrifft. Radfahren entlang des einzigen Wald-Naturschutzgebiets in der Provinz Groningen, aber auch entlang junger neu angelegten Natur rund um die Westerwoldse Aa, die ihren ursprünglichen gewundenen Lauf zurück erhielt. Aber diese Grenzregion hat auch eine reiche Geschichte: eine Festung, eine mittelalterliche Bauernschaft und einen Hexenberg. Von dieser Geschichte und den Volksmärchen erzählen die "Kunstwerke im öffentlichen Raum" während dieser Tour. 


Kurz vorgestellt

Debora Loning ist Inhaberin des Parkgartens De Entourage. Ein Naturcampingplatz mit zehn Plätzen für Zelte, Wohnwagen oder Wohnmobile, ein Gästehaus, aber auch ein wunderschön angelegter Parkgarten, inspiriert vom Groninger Schlängelgarten. Debora bewirbt ihren "natürlichen" Lebensraum sehr engagiert. Darüber hinaus organisiert sie Ausstellungen in ihrem Parkgarten und sie war für einige Zeit Vorstandsmitglied des Museums de Oude Wolden in Bellingwolde. Kein Wunder also, dass sie in dieser Route Natur und Kunst kombiniert hat. 

Start
Parkgarten Entourage  
Debora Loning
J. Buiskoolweg 20 
NL-9699 TT Rhederveld  
ntourage@Planet.nl
www.ntourage.com
+31 (0) 599 35 44 33 / +31 (0) 6 27 51 36 61
Abstand: 57,5 km  
Knotenpunkte: 54 55 44 15 16 34 19 24 33 14 41 40 50 51 26 56 57 59 60 54

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Die Route

Die Route fängt sofort gut an: Man radelt auf einem Kulturdenkmal. Die Bepflanzung entlang des J. Buiskoolweg geht zurück auf etwa 1928. Landschaftsarchitekt Vroom wurde damals beauftragt, die Straße mit Ziersträuchern zu bepflanzen. Diese Bepflanzung war außergewöhnlich und aus diesem Grund beschloss die niederländische Baudenkmalbehörde im Jahr 2001, den gesamten Weg zum Denkmal zu erklären. 

Festung Bourtange wurde 1580 errichtet und 1851 aufgelöst. Ab 1960 wurde sie nach dem Vorbild von 1742, der Blütezeit der Festung, wieder aufgebaut. Auf der Hauptstraße hinter der Festung stehen zwei "Wächter" von Adrienne Morriën und Marthe Röling und an der Wand der Willem-Lodewijck-Schule findet man ein besonderes Relief. 


Weiter geht es durch eine weiträumige Landschaft Richtung Sellingen. Bei Knotenpunkt 16 kurz von der Route zum Hasseberg abweichen, dem höchsten Punkt der Provinz - dort muss man gewesen sein! Hinter Sellingen eine Runde um Ter Borg, eine Bauernschaft, die möglicherweise im Mittelalter entstand. Sie umfasst vier Bauernhöfe, von denen drei den Status eines nationalen Denkmals haben.  

Das Theater van de Natuur (1994) unterstreicht die Bedeutung der neuen Natur rund um Sellingen und ist ein Konzept von Adriaan Nette. Im Jahr 1996 begann der Künstler mit der Treppe. Ab diesem Jahr wurde fast jedes Jahr eine neue Stufe aus Naturstein mit einem Text eines Gastregisseurs hinzugefügt.

Weiter nach Jipsinghuizen. Dort kamen während der Arbeitsbeschaffung im Jahr 1924 die Straßenbahnen mit Arbeitslosen an, die das umliegende Heidegebiet urbar machen mussten. Die Skulptur "De Hel van Jipsinghuizen" (Die Hölle von Jipsinghuizen) erinnert an diese Zeit


Bei Knotenpunkt 41 sehen Sie rechts den Wald Lieftinghsbroek, das einzige Wald-Naturschutzgebiet in der Provinz Groningen. Hinter dem Metbroekbos, einem wunderschönen Naturschutzgebiet, erreichen Sie bei der Kirche in Vlagtwedde das "Monument voor Geallieerde Militairen" (Denkmal für alliierte Soldaten) aus dem Jahr 1950. Dann folgen die letzten Kilometer durch Veelerveen entlang dem Kunstwerk "Moor" von Frank Sciarone (1997), und zurück zu De Entourage.

 


Besonders zu empfehlen

Kulturdenkmal J. Buiskoolweg
Die aktuelle Bepflanzung stammt etwa aus dem Jahr 1928. Landschaftsarchitekt Vroom wurde beauftragt, die Straße mit Ziersträucher zu bepflanzen. Der Kauf eines umfangreichen und aufwendigen Sortiments von Bäumen und Sträuchern sollte die Krise, die zum damaligen Zeitpunkt auch bei den niederländischen Baumschulen herrschte, etwas mildern. Taxus (Eibe), Ilex (Stechpalme), Rhododendron, Forsythie (Goldglöckchen), Viburnum (Schneeball), Symphoricarpos (Schneebeere), Euonymus (Spindelstrauch), Philadelphus (Bauernjasmin) und die Deutzie (Maiblumenstrauch) auf elf Kilometern Zierbepflanzung.

Bourtange 
An der Zufahrtsstraße zur rekonstruierten Festung (Willem Lodewijkstraat) stehen zwei Wächter von Adrienne Morriën, für die Marthe Röling Modell stand. An der Wand der Willem-Lodewijck-Schule befindet sich ein Relief von Klaas van Dijk (1913 – 1990), niederländischer Bildhauer und Maler, Mitglied des Kunstkreises De Ploeg.

Hasseberg (beim Knotenpunkt 16, höchster Ort von Groningen)
Der Name soll von Hasje stammen, einer alten Frau, die nachts einsame Reisende mit einem Feuer anlockte, sodass sie in den umliegenden Sümpfen ertranken. Im Zentrum von Sellingen steht eine Skulptur der Hexe Hasje.

Naturgebiet Ter Borg (zwischen 34 und 19)
1930 wurde westlich von Ter Borg ein großer Teil des Heidegebiets vorwiegend mit Nadelbäumen bepflanzt.

Im Waldgebiet, jetzt ein Naturschutzgebiet, ist 35 Hektar Heide erhalten geblieben. Dies ist die größte zusammenhängende Heidefläche der Provinz Groningen.

Theater van de Natuur (zwischen 33 und 14)
Es war ein temporäres Objekt (Adriaan Neat) für eine Veranstaltung, das Theater blieb jedoch bestehen. In den steinernen Stufen finden sich Texte von Kees Stip, Harry Muskee, Jean Pierre Rawie, Rutger Kopland, Hagar Peeters, Jan Mulder und vielen anderen. Erklimmen Sie den Hügel und denken Sie sich Ihre eigene Geschichte aus! 

Hel van Jipsinghuizen (14)
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts gab es in Westerwolde noch ein Hochmoor, das urbar gemacht werden musste. Initiator für die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme war Jan Buiskool, Bürgermeister von Vlagtwedde und Delfzijl sowie Reichsinspektor für Arbeitsbeschaffung. Die Arbeitslosen wurden mit der Straßenbahn nach Jipsinghuizen gebracht, um in der Umgebung des Dorfes die Heide urbar zu machen, u. a. das Rhederveld. Sie übernachteten in Barackenlagern. Die Arbeiter wurden schlecht bezahlt. Viele hatten eine Ausbildung und waren harte körperliche Arbeit nicht gewohnt. 

Kriegerdenkmal (51) 
Ecke Kerkstraat/Schoolstraat
Das "Denkmal für alliierte Soldaten" von 1950 bei der Niederländisch-Reformierten Kirchengemeinde in Vlagtwedde ist eine Bronzestatue einer salutierenden Männerfigur mit einem Wappenschild, geschaffen von Lidi van Mourik Broekman (geb. 1917). Das Denkmal soll einen "Gruß an die Ewigkeit" symbolisieren.

Tipp! Wählen Sie die orange Karteikarte in dem orangen Rahmen für: Erholungsroute.

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